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Der Grüne Punkt

448 Kilo Abfall hat jeder Deutsche gemäß dem Bundesumweltamt in 2008 produziert. Früher landete dieser Müll auf der Müllkippe, heute verwertet man möglichst viele Abfallstoffe. Kommunale Entsorger holen den Restmüll in der grauen Tonne ab, daraus werden Strom und Wärme erzeugt. Verpackungen, Altpapier und Bioabfall werden in der gelben, blauen oder braunen Tonne gesammelt. Für Glas, Batterien, Altöl und für Elektrogeräte gibt es gesonderte Rücknahmesysteme.

Der Aufwand lohnt sich: Die rund 2,75 Millionen Tonnen Verkaufsverpackungen, die derzeit pro Jahr von den Haushalten gesammelt und dann wiederverwertet werden, sparen nach Berechnungen der Duales System Deutschland GmbH nicht nur erhebliche Mengen der immer knapper werdenden Rohstoffe ein, sondern in 2009 auch 60 Milliarden Megajoule Primärenergie (Energie aus Kohle, Gas oder Wind). Das entspricht schon fast dem Stromverbrauch der bayrischen Haushalte pro Jahr. Das Recycling wirkt sich auch auf das Klima positiv aus: Durch die Wiederverwertung der Wertstoffe wurden gemäß der Duales System Deutschland GmbH in 2009 1,5 Million Tonnen CO2 vermieden, die entstanden wären, wenn man die Produkte neu hergestellt hätte.

 

Der Grüne Punkt - Die Duales System Deutschland GmbH (DSD)

Der Grüne Punkt ist ein geschütztes Markenzeichen der Der Grüne Punkt - Duales System Deutschland, Gesellschaft für Abfallvermeidung und Sekundärrohstoffgewinnung GmbH (DSD) und kennzeichnet Verkaufsverpackungen, die in der Gelben Tonne bzw. dem Gelben Sack, in Altpapiertonnen oder Altglascontainern gesammelt und gemäß gesetzlicher Vorgaben entsorgt oder wiederverwertet werden.

DieDuales System Deutschland GmbH wurde vor Inkrafttreten der Verpackungsverordnung 1991 von einer Gruppe in Deutschland tätiger Unternehmen der Lebensmittel- und Verpackungsbranche gegründet, um die Sammlung, Sortierung und Verwertung von Verkaufsverpackungen in Deutschland zu organisieren und Hersteller und Vertreiber bei ihrer Erfüllung der Verwertungspflichten zu entlasten.

Das Unternehmen wurde anfangs als Non-Profit-Unternehmen gegründet und finanziert sich über die Lizenzgebühren des Grünen Punktes. Herstellerfirmen und Abfüller werden nach Entrichtung dieser Lizenzgebühr von ihren gesetzlich vorgeschriebenen Verwertungs- und Rücknahmepflichten befreit.

Im Jahre 1997 wurde die Gesellschaft in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Ende 2005 wurde die AG wieder zu einer GmbH. Zu Beginn des Jahres 2005 wurde das Duale System Deutschland von der Deutschen Umwelt Investment AG (DUI), einer Tochter des amerikanischen Investors Kohlberg Kravis Roberts & Co., übernommen.

Gemäß einer Entscheidung der EU-Kommission in 2001 dürfen die Sammelgefäße von DSD auch von Wettbewerbern genutzt werden. So gibt es in Deutschland inzwischen acht weitere Anbieter, die auch Selbstentsorgerlösungen anbieten: Der Kunde bzw. Endverbraucher entsorgt die Verpackungen direkt im Laden oder bringt die Verpackungen wieder in den Laden zurück. Die Verpackungsabfälle werden dann an Entsorgungsunternehmen zu Verwertung übergeben.

Konkurrierende Anbieter zu DSD sind die BellandVision GmbH, die ELS Europäische LizenzierungsSysteme GmbH, die Interseroh Dienstleistungs GmbH, die Landbell AG, die NOVENTIZ Dual GmbH, die Reclay Systems GmbH, die RKD Recycling Kontor Dual GmbH & Co. KG, die Veolia Umweltservice Dual GmbH und die ZENTEK GmbH & Co.

Sammelsysteme mit dem Grünen Punkt gibt es inzwischen in 25 europäischen Ländern. Übrigens muss der Grüne Punkt nicht immer grün sein, er kann manchmal in den Farben der Verpackung gehalten sein, um Druckkosten zu sparen.

Lesen Sie weiter:

Teil 2: Wie funktioniert das duale System?

Teil 3: Die Gelben Säcke sind zu dünn

Teil 4: Was darf in den Gelben Sack?

Teil 5: Abfallvermeidung beginnt beim Einkauf

Quellen:

Umweltbundesamt www.umweltbundesamt.de

Der Grüne Punkt www.gruener-punkt.de

Naturschutzbund Deutsch e.V. www.nabu.de

Der Blaue Engel www.blauer-engel.de